Woher kommt die Sorte Mieze Schindler?

Mieze-Schindler-im-GartenMieze Schindler ist besonders in den neuen Bundesländern bekannt und beliebt. Ähnlich wie die Senga Sengana im Westen, war im Osten Mieze Schindler die am meisten verbreitete Erdbeerpflanze. Und dies hat auch seinen Grund: Mieze Schindler wurde in Dresden gezüchtet. Prof. Otto Schindler aus Pillnitz, der erste Direktor der Höheren Staatslehranstalt für Gartenbau in Dresden, hat sie 1925 gezüchtet und nach seiner Frau »Mieze« benannt. Als Grundlage dienten die Sorten ‚Lucida Perfecta‘ und ‚Johannes Müller‘ – die beide nicht mehr in Handel zu finden sind. Die Früchte der Mieze Schindler sind besonders lecker und aromatisch. Jedoch haben die Pflanzen einen großen Nachteil: Der Ertrag pro Pflanze ist gering und die Mieze Schindler ist anfällig für Krankheiten wie Frucht- und Blattfäule. Für den kommerziellen Anbau ist sie kaum geeignet, denn die Früchte faulen sehr schnell.
Das Besondere an der Mieze Schindler ist zudem, dass sie eine weitere Bestäubersorte benötigt, damit die rein weiblichen Blüten überhaupt Erdbeeren treiben können. Bewährt hat sich als Bestäubersorte die Senga Sengana, die etwas zur gleichen Zeit wie die Mieze Schindler blüht. Weitere Informationen unter http://de.wikipedia.org/wiki/Mieze_Schindler