Hier finden Sie Wissenswertes rund um das Thema Erdbeeren.

Warum gehört die Erdbeere aus botanischer Sicht nicht zu den Erdbeeren?

Die Erdbeeren (botanisch: Fragaria) sind botanisch gesehen keine Beeren, ebenso wenig wie Himbeeren und Brombeeren, sondern Sammelnussfrüchte. Das leckere rote Fruchtfleisch ist nur eine Scheinfrucht, während die eigentlichen Früchte der Erdbeere die kleinen gelben Körner an der Oberfläche sind. Diese Körnchen sind die eigentlichen Einzelfrüchte der Erdbeere (Nüsschen).

Die Erdbeeren gehören zur Familie der Rosengewächse (botanisch: Rosaceae). Einige Gattungen der Rosengewächse bilden Sammelnussfrüchte aus, neben den Erdbeeren sind dies z.B. auch die Hagebutten bei den Rosen.
Weitere Informationen unter http://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeere

Woher kommt die Sorte Mieze Schindler?

Mieze Schindler ist besonders in den neuen Bundesländern bekannt und beliebt. Ähnlich wie die Senga Sengana im Westen, war im Osten Mieze Schindler die am meisten verbreitete Erdbeerpflanze. Und dies hat auch seinen Grund: Mieze Schindler wurde in Dresden gezüchtet. Prof. Otto Schindler aus Pillnitz, der erste Direktor der Höheren Staatslehranstalt für Gartenbau in Dresden, hat sie 1925 gezüchtet und nach seiner Frau »Mieze« benannt. Als Grundlage dienten die Sorten ‚Lucida Perfecta‘ und ‚Johannes Müller‘ – die beide nicht mehr in Handel zu finden sind. Die Früchte der Mieze Schindler sind besonders lecker und aromatisch. Jedoch haben die Pflanzen einen großen Nachteil: Der Ertrag pro Pflanze ist gering und die Mieze Schindler ist anfällig für Krankheiten wie Frucht- und Blattfäule. Für den kommerziellen Anbau ist sie kaum geeignet, denn die Früchte faulen sehr schnell.
Das Besondere an der Mieze Schindler ist zudem, dass sie eine weitere Bestäubersorte benötigt, damit die rein weiblichen Blüten überhaupt Erdbeeren treiben können. Bewährt hat sich als Bestäubersorte die Senga Sengana, die etwas zur gleichen Zeit wie die Mieze Schindler blüht. Weitere Informationen unter http://de.wikipedia.org/wiki/Mieze_Schindler

Warum sind Erdbeeren so gesund?

100 Gramm Erdbeeren haben nur 37 kcal (155 kJ). Das ist noch weniger, als die meisten heimischen Obstsorten haben. Erdbeeren haben einen hohen Gehalt an Ballaststoffen (vor allem Pektine und Zellulose), Vitaminen, Fruchtsäuren, Fruchtzuckern und Mineralien. Im Vergleich zu Kern- und Steinobstarten haben Beerenfrüchte wie die Erdbeere einen höheren Gehalt an Fruchtsäuren, Mineralstoffen und Vitamin C.
100 Gramm Erdbeeren enthalten (in Klammern zum Vergleich die Süßkirsche):
Eiweiß: 1,1 Gramm (0,75 Gramm)
Fruchtsäuren: 0,85 Gramm (0,64 Gramm)
Kohlenhydrate: 7,5 Gramm (15,6 Gramm)
Karotin: 0,04 Gramm (0,02 Gramm)
Vitamin B1: 0,03 Milligramm (0,04 Milligramm)
Vitamin B2: 0,06 Milligramm (0,04 Milligramm)
Vitamin C: 56-94 Milligramm (8-15 Milligramm)
Kalium 142 Milligramm (227 Milligramm)
Magnesium 14,0 Gramm (0,8 Gramm)
Calcium 26,0 Gramm (16,0 Gramm)

Bis wann kann man Erdbeerpflanzen pflanzen?

Erdbeeren soll man nur bis spätestens September pflanzen. Die Pflanze braucht noch die etwas warmen Tage, um anwachsen zu können. Erst wenn sie gut angewachsen und stark genug geworden ist, hat sie auch die Kraft, den Winter zu überleben. Dabei muss man wissen, dass in der Zeit vom Pflanzen bis zum ersten Frost die Blütenanlage für die Ernte im Folgejahr gebildet wird. Je kürzer diese Zeit ist, desto weninger Ertrag hat man im nächsten Jahr. Optimaler Pflanzzeitpunkt ist Anfang August.
Wer im Herbst zu spät seine Pflanzen setzt, geht zudem das Risiko ein, dass die Erdbeerpflanzen im Boden verfaulen. Wenn man die Jungpflanzen aus dem Boden holt, werden die Wurzeln immer leicht verletzt und die feinen Wurzelhaare reißen ab. Die Pflanze muss Zeit haben, um diese Wunden zu verschließen – und das geht nur bei wärmeren Temperaturen. Ist es schon zu kalt, haben Pilze und Bakterien beste Chance, die Pflanze anzugreifen. Sie verfault im Boden.
Wer also wirklich noch kurz vor Winter Pflanzen setzen möchte, sollte diese in Torftöpfe stecken und mindestens 3 Wochen lang auf der Fensterbank anwachsen lassen, bevor er sie in den Garten pflanzt. Sind die Erdbeerpflanzen erstmal angewachsen, überstehen sie auch den Winter.